Der Brief-Knigge

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Falsch geschriebene Namen gehören zu den peinlichsten Fehltritten in Geschäftsbriefen. Weil bis zum Briefende noch zahlreiche Fettnäpfe lauern, will Sie unser Brief-Knigge stilsicher durch Ihre Korrespondenz führen. Jeden Monat ein neuer Praxistipp. Wenn Sie nichts verpassen möchten, abonnieren Sie die kostenfreie Monats-Depesche!

Der Adventsbrief

Er drängt sich vor Weihnachtspost und Neujahrsgrüße. Allein deshalb wird der Adventsbrief stärker in Erinnerung bleiben als manch‘ originelle Weihnachtskarte. Neben dem Vorzug des Ersten, kommt der Adventsbrief auch seltener vor. Die Chance, wahrgenommen zu werden und mit seiner Botschaft durchzudringen, ist deshalb im Adventsbrief am größten.

Am Beginn des Advents sind unsere Seelen auch im Geschäftsleben empfänglicher als sonst. Deshalb vermag es der Adventsbrief wie kaum ein anderer, seine Empfänger zu inspirieren - mit einem Text, der die Gemüter anrührt. Ein kleines Geschenk kann diesen Effekt noch verstärken.

Authentisch wirkt ein Adventsbrief, wenn der Text einen Bezug zur eigenen Marke herstellt. Wird der Brief um ein Geschenk ergänzt, eignet sich dafür ein eigenes Produkt. So können Lebensmittelproduzenten etwas Kleines aus eigener Herstellung in den Briefumschlag legen. Für Konditoren bietet sich eine Geschmacksprobe aus der Winter-Pralinenkreation an. Ein Bäckermeister vermittelt Größe, wenn er sein Wissen teilt und ein Brotrezept transparent macht. Hersteller von Leuchten und Kerzen dürfen im Brieftext mit dem Licht spielen. Auf diese Weise lässt der Absender seine Marke sprechen, ohne von ihr reden zu müssen. Perfekt ist das Tandem aus Brief und Geschenk arrangiert, wenn es die Empfänger für ihre eigene Weihnachtspost anregt. 

Ein Markenbezug lässt sich auch herstellen, wenn die Menschen im Unternehmen sichtbar werden, zum Beispiel mit selbst gebastelten Strohsternen. Das Lieblings-Plätzchenrezept des Chefs eignet sich ebenso, um die Marke zum Leuchten zu bringen. Am Beginn des Advents besteht noch eine reelle Chance, dass die Empfänger das Rezept wirklich nachbacken. Wertschätzende Gaben sind hübsch gestaltete Zitat-Kärtchen für den Schreibtisch oder Spiegel. Doch sollten die Zitate handverlesen sein und Geist statt Binsenweisheiten verkünden. Deren Auswahl lässt sich wunderbar auf den eigenen Markenkern abstimmen. Ein Klassiker ist der Adventskalender, der sich vom Adventsbrief auf ein digitales Medium übertragen lässt. Ergo: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Doch soll der Adventsbrief weder die eigene Marke noch die Adventsbotschaft verwässern.

Praxistipp:

Gemäß einer Com-X-Studie sind die Befragten deutlich zufriedener mit der Kommunikation eines Unternehmens, wenn sie sich an einen Kontakt erinnern konnten (41 Prozent) als Befragte ohne Erinnerung (25 Prozent). Für manches Unternehmen kann das der entscheidende Grund sein, das Ritual des Jahresendgrußes wachzuhalten.

 
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Charakterstudie Brief

„Nicht mit Unrecht behaupten viele, nach dem Inhalte, der Abfassung und dem Aeußern seiner Briefe könne man einen Menschen recht wohl beurtheilen.“ (Aus „Der Umgang in und mit der Gesellschaft“ von 1881)

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