Der Brief-Knigge

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Falsch geschriebene Namen gehören zu den peinlichsten Fehltritten in Geschäftsbriefen. Weil bis zum Briefende noch zahlreiche Fettnäpfe lauern, will Sie unser Brief-Knigge stilsicher durch Ihre Korrespondenz führen. Jeden Monat ein neuer Praxistipp. Wenn Sie nichts verpassen möchten, abonnieren Sie die kostenfreie Monats-Depesche!

Der handgeschriebene Brief

Der 1. September ist Welttag des Briefeschreibens. Der australische Künstler Richard Simpkin hat diesen Ehrentag ins Leben gerufen, um zum Innehalten im digitalen Zeitalter zu animieren.

15 gute Gründe für den handgeschriebenen Brief haben wir aus diesem Anlass zusammengetragen. Dabei sind wir zu einer erstaunlichen Erkenntnis gelangt: Briefe helfen uns, ein ganzer Mensch zu sein, weil sie uns auf allen Ebenen unseres Menschseins berühren - geistig, seelisch und körperlich (Haptik, Geruch). Seit den alten Griechen ist die Geistesarbeit, wie wir sie beim Briefeschreiben praktizieren, für das seelische und materielle Wohlbefinden der Menschen entscheidend. Briefe sind also mehr als ein Kulturgut. Sie verbinden uns in inniger Zuwendung mit uns selbst und mit der Außenwelt. Ohne sie würden wir unser komplexes Denken und unsere Sprache schon bald verlieren.

Um den ältesten Kommunikationsweg zwischen zwei räumlich getrennten Menschen zu würdigen, laden wir alle Brieffreunde zum Mitmachen ein. Wer den Welttag des Briefeschreibens unterstützen will, schreibt einen Brief von Hand an einen Menschen, der einem die Mühe wert ist. Bedenken Sie dabei die Charakterwirkung, die Briefen anhaftet. Mit dem Schreiben eines Briefs sagen wir viel über unsere Persönlichkeit, was sich in Stil und Form, in der Wahl unserer Worte und in der Auswahl des Papiers und Schreibgeräts ausdrückt.

Auch das Schriftbild spricht Bände über den Schreiber. An einer Handschrift lässt sich gut ablesen, ob dieser in Eile war oder sich Zeit genommen hat. Grafologen deuten aus der Handschrift sogar wesentliche Persönlichkeitsmerkmale, weil wir über die Schrift bestimmte Haltungen nach außen tragen. So weisen spitze Formen auf einen ernsten, intelligenten Menschen hin. Ein weiter Abstand zwischen den Wörtern lässt auf einen freiheitsliebenden Charakter schließen. „Angela Merkel verbindet ihre Buchstaben mit Girlanden, was den Graphologen Offenheit und Hingabebereitschaft signalisiert“, schreibt „Der Westen“ in einem Artikel zum Thema.

Mit einem von Hand geschriebenen Brief zeigen wir dem Empfänger vor allem unsere Wertschätzung. So manches Unternehmen hat diesen Wert erkannt und nutzt die Schönschrift zur Kundenbindung. Auf diese Weise besetzt der mittelalterliche Beruf des Schreibers eine Nische in der digitalen Welt.

15 Argumente für den handgeschriebenen Brief (PDF)

 
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Charakterstudie Brief

„Nicht mit Unrecht behaupten viele, nach dem Inhalte, der Abfassung und dem Aeußern seiner Briefe könne man einen Menschen recht wohl beurtheilen.“ (Aus „Der Umgang in und mit der Gesellschaft“ von 1881)

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