Der Brief-Knigge

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Falsch geschriebene Namen gehören zu den peinlichsten Fehltritten in Geschäftsbriefen. Weil bis zum Briefende noch zahlreiche Fettnäpfe lauern, will Sie unser Brief-Knigge stilsicher durch Ihre Korrespondenz führen. Jeden Monat ein neuer Praxistipp. Wenn Sie nichts verpassen möchten, abonnieren Sie die kostenfreie Monats-Depesche!

Stilregel: "Sie" statt "wir"

Beginne einen Brief nie mit „ich“ oder „wir“, lautet eine vielbeachtete Stilregel. Wer nur von sich schreibt, wirkt schnell egozentrisch. Um das zu vermeiden, stellen viele den Satzbau auf den Kopf, indem sie das Prädikat vor das Subjekt schieben: „Heute schicke ich Ihnen…“ oder „Besonders freuen wir uns…“. Das klingt oft distanziert oder sperrig. Was also tun?

Wechseln Sie die Perspektive!

Versetzen Sie sich in die Lage des Empfängers, anstatt von sich zu sprechen. Das wirkt persönlich und empathisch. Durch die direkte Ansprache rücken Sie das Interesse des Empfängers ins Zentrum und stellen den Nutzen für ihn heraus. Das gute Gefühl, das daraus erwächst, wird der Empfänger dann auch mit Ihrem Angebot verbinden.

Testen Sie die Wirkung an diesen Beispielen!

  • Was überzeugt Sie mehr? „Wir empfehlen Ihnen diese Variante.“ Oder: „Für Ihre Bedürfnisse ist diese Variante ideal.“
  • Was möchten Sie lieber? „Wir bieten Ihnen drei Varianten an.“ Oder: „Sie können aus drei Varianten wählen.“
  • Was wirkt auf Sie vertrauensvoller? „Wir garantieren Ihnen eine schnelle Lieferung.“ Oder: „Sie können sich darauf verlassen, dass wir binnen zwei Arbeitstagen liefern.“
  • Was klingt in Ihren Ohren einladender? „Wir gewähren Ihnen einen Willkommensbonus von fünf Prozent.“ Oder: „Durch unseren Willkommensbonus können Sie fünf Prozent sparen.“
  • Was empfinden Sie als entgegenkommender? „Wir bitten Sie, sich bei Fragen mit… in Verbindung zu setzen.“ Oder: „Bitte rufen Sie … an, wenn Sie Fragen haben.“

Steht die Formulierung in der Sie-Perspektive, begreifen wir die Inhalte auch schneller. Doch bei aller Zuwendung gilt auch hier: Wer es übertreibt, kann schnell verkrampfen. Nehmen Sie es also leicht, indem Sie auf einen lebhaften Wechsel zwischen „Sie“ und „wir“ setzen. Das macht unsere Korrespondenz noch abwechslungsreicher.

 
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Charakterstudie Brief

„Nicht mit Unrecht behaupten viele, nach dem Inhalte, der Abfassung und dem Aeußern seiner Briefe könne man einen Menschen recht wohl beurtheilen.“ (Aus „Der Umgang in und mit der Gesellschaft“ von 1881)

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